Bauliche Entwicklung Asendorfs nach dem 2. Weltkrieg

Asendorf und Dierkshausen wurden glücklicherweise im Krieg weitestgehend von Bomben verschont. In den ersten Jahren nach dem Krieg bis Ende der 70er Jahre wurden zunächst Baulücken in den Ortskernen geschlossen, und es wurde entlang der Hauptstraßen (Hanstedter Straße, Jesteburger Straße, Schulstraße und Eichenstraße) die Bebauung fortgesetzt.
Weiterhin entstanden in dieser Zeit neue Häuser an der Schützenstraße, Hanstedter Straße, Eichenstraße, in der Waterfuhr (Südseite), Im Wiefeld und im Wiesengrund.

Das Gelände “Am Wiefeld” wurde Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre bebaut. Die Straße am Wiefeld und der Fußweg zur Jesteburger Straße wurden 1974 nach ihrem Ausbau von der Gemeinde übernommen. 

Bebauungsplan Am Kirchhof:
In den Jahren 1966/67 wurde der Mühlenberg bebaut. Ein Bebauungsplan “Am Kirchhof“ wurde hierfür einschließlich des Ausbaus der Straße zu Lasten der Anlieger am 3.12.1965 durch den Rat der Gemeinde Asendorf beschlossen.

 




Bebauung Dierkshausen Neuer Weg und Kohlgarten:

Das Land an der rechten Seite der Straße "Neuer Weg" gehörte früher zu Mühle. Ab den 1960er Jahren wurden die Grundstücke nach und nach verkauft und die Bebauung zog sich bis in die 1990er Jahre. In der Straße Kohlgarten gab es seit vor dem 1. Weltkrieg nur den Hof Nr. 17 (Menke) und Haus Nr. 18 (Holzapfel). Nach 1969 bis in die 1990er Jahre wurde die Straße beidseitig bebaut.

Für beide Straßen gab es und gibt es keine Bebauungspläne.

Ende der 1990er Jahre wurden beide Straßen ausgebaut. Die Kosten beliefen sich für die Straße  "Neuer Weg" auf 390.000 DM und für den "Kohlgarten" auf 160.000 DM, die zu 90 % auf die Anlieger umgelegt wurden.

Heidesiedlung:

Die Heidesiedlung hatte neben Wochenendhäusern bereits vor dem Krieg einige Häuser. Nach dem Krieg entstanden weitere Häuser, bis die Gemeinde 1970 von der Bezirksregierung Lüneburg aufgefordert wurde, die bis dahin wilde Bebauung durch einen Bebauungsplan zu regeln. Es entstand der Bebauungsplan Heidesiedlung für das gesamte Gebiet im Jahre 1975.

Bebauungsplan Heidesiedlung:

 




Bebauungsplan Heidesiedlung II:

Am 1.12.1978 beschließt der Rat über ein Teilgebiet des einfachen Bebauungsplanes Heidesiedlung einen qualifizierten Bebauungsplan Heidesiedlung II aufzustellen.  

 


Baugebiet Waterfuhr:

Für die Bebauung der Waterfuhr Nordseite im Jahre 1986 wurde kein Bebauungsplan erstellt. Dem damaligen Eigentümer Arnold Rieckmann wurde lediglich die Erschließung auferlegt.

Bebauungsplan Aueblick:

 Am 18.9.1987 beschließt der Rat, einen Bebauungsplan „Zum Aueblick" aufzustellen.
Da ein Teil dieser Fläche im Besitz der Gemeinde ist, werden die 10 gemeindeeigenen Grundstücke nur an junge Asendorfer Bürger zu einem günstigen Preis abgegeben. In den folgenden Jahren entsteht dort ein schönes Wohngebiet.
 

 



Baugebiet Eichenpark:


Nach dem Verkauf des ehemaligen Gasthauses Matthies soll die ehemalige Hoffläche bebaut werden. Die Gemeinde kann hierbei nur bedingt Einfluss auf die Art und den Umfang der Bebauung nehmen, da es sich bei dem Gelände um allgemeines Mischgebiet handelt. Lediglich die Einhaltung von Mindestabständen zum landwirtschaftlichen Betrieb Mencke und die Erhaltung des Eichenbestandes kann erreicht werden. So entstehen hier Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser, die einem dörflichen Charakter widersprechen.

Bebauungsplan Mühlenberg Süd:


Im Einzugsgebiet von Hamburg suchen Bürger verzweifelt nach Bauplätzen, was zu einer Explosion der Baulandpreise in unserer Region führt.
Mit der 13. Änderung des Flächennutzungsplanes seitens der Samtgemeinde Hanstedt vom 14.1.1996 wird der Weg für die Gemeinde Asendorf frei, ein neues größeres Baugebiet für 23 Häuser am Ortseingang des Dorfes zwischen Hanstedter Straße und dem Mühlenberg entstehen zu lassen. Durch Ratsbeschluss vom 3.12.1998 wird mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes begonnen, um ähnliche Entwicklungen wie auf dem Grundstück der ehemaligen Gastwirtschaft zu verhindern. Am 7.9.2001 wird der Bebauungsplan Mühlenberg Süd abgeschlossen. Der Beginn der Erschließung des Baugebietes erfolgt bereits im gleichen Herbst.

 


Bebauungsplan Dorfmitte:

Im Rahmen der Aussiedlung des Eickes-Hofes in die Schulstraße beabsichtigt Heinrich Maack die alte Hofstelle aufzulösen und als Bauland zu verkaufen. Zur Sicherung der das Ortsbild von Asendorf prägenden Dorfwiesen erstellt die Gemeinde Asendorf für die Gesamtfläche zwischen Jesteburger Straße, Hinnerkstraße, Wiesengrund und Wiefeld einen Bebauungsplan Dorfmitte, der am 7.9.2001 abgeschlossen wird.

 

 


Bebauungsplan Drumbergen:  

Im gesamten Hamburger Umland sind in den Kriegs- und Nachkriegswirren zahlreiche ungenehmigt Gebäude entstanden. Gemäß „Leitfaden des Niedersächsischen Ministeriums für Frauen, Arbeit und Soziales über die bauordnungsrechtliche Behandlung ungenehmigter Bauten im Landkreis Harburg vom April 1999“ haben die Gemeinden die Möglichkeit erhalten, im Rahmen eines Bebauungsplanes diese Bebauungen nachträglich zu sanktionieren. Für den Ortsteil Drumbergen, in dem sich mehrere derartige Gebäude befanden, hat der Rat der Gemeinde Asendorf am 7.9.2001 einen entsprechenden „Bebauungsplan Drumbergen“ abgeschlossen, der die bisherige Bebauung rechtlich absichert und gleichzeitig jede weitere Zersiedelung des Waldgebietes unterbindet.

 

 


Baugebiet "An de Wischen":  

Zwischen der Jesteburger Straße und dem Wiesengrund verkauft Helmut Cohrs im Jahre 2002 vier Baugrundstücke und erschließt diese vom Wiesengrund aus mit einer Stichstraße "An de Wischen", die in den Folgejahren bebaut werden.

Bebauungsplan "Grüner Weg":

Mit der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes vom 26.8.2010 der Samtgemeinde Hanstedt wird die Erschließung eines neuen Baugebietes zwischen "Grüner Weg" und "Schulstraße" ermöglicht. Die Gemeinde Asendorf erstellt 2016 einen Bebauungsplan für dieses Gebiet. Der städtebauliche Entwurf sieht eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern vor. Insgesamt sind rund 40 Einzel- und 11 Doppelhäuser vorgesehen. Mit der Erschließung wurde im Sommer 2016 begonnen, so dass im Frühjahr 2017 mit der Bebauung begonnen werden konnte.